Nobody cared about Helen

Info
›Nobody cared about Helen‹ ist eine abendfüllende Tanzperformance über Gewalt als strukturierendes Prinzip, das Körper, Sprache und gesellschaftliche Ordnung formt. Ausgehend von der ›Ilias‹, Homers antikem griechischen Epos über den Trojanischen Krieg, sowie der Lektüre der französischen Philosophin Simone Weil, ›Die Ilias oder das Gedicht von der Gewalt‹, entwirft das Stück eine Landschaft, in der Gewalt in zwischenmenschlichen Beziehungen beinahe, wie ein greifbares Material wirkt – fähig, das ganze Wesen eines Menschen zu verändern. Es folgt ihren Wirkungen weit über das Schlachtfeld hinaus bis hinein in den Alltag.
Entlang der Geschichten von Figuren aus der griechischen Tragödie versucht das Stück, die bequeme Distanz zwischen mythologischen Erzählungen und dem gegenwärtigen Leben aufzulösen und Resonanzen zwischen kanonischen Stoffen und den sozialen, politischen und intimen Strukturen der Gegenwart freizulegen.
Chelsea
Clementine
Cordelia
Dora
Nadja
Die Performerinnen von Nobody cared about Helen füllen diese Landschaft mit eigenen und geliehenen Identitäten, heimgesucht von einer abwesenden Figur, in deren Namen – angeblich – ein Krieg geführt wird.
Indem Sprache und Bewegung zu einem porösen Narrativ aus Wahrheit und Erzählung verwoben werden, untersucht das Stück Machtverhältnisse nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch zwischen Sprache und dem, was sich auf der Bühne ereignet. Es stellt Fragen nach Autorschaft, narrativer Rahmung und der Wahrnehmung »Wahrheit«.
›Nobody cared about Helen‹ ist eine Produktion von Smadar Goshen in Kooperation mit Theater RAMPE.
Mit freundlicher Unterstützung des Produktionszentrums Tanz und Performance Stuttgart und der Auktionen Münzhandlung Sonntag.
Besonderer Dank gilt Nachtsicht e.V. für die Unterstützung.
Ticket- und Einlassinformation
Tel.: 0711-620090915
Mail: karten@theaterrampe.de
